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Gedenkkerze
Boizenburg
Heute mal wieder nach langer Zeit eine Gedenkkerze für den Mann mit den Eimer ruhen sie in Frieden da wo sie jetzt sind haben sie ein trocken und warmen platz sie sind bei vielen Menschen nicht in Vergessenheit geraten ich finde es sehr schön wie Birgit und Peter sich um ihr Grab kümmern lg aus Boizenburg.
Gedenkkerze
Christa aus Neubrandenburg
Ruhe in Frieden Richard !
Die Worte von Birgitt und Peter haben mich tief beeindruckt. Ihr gebt diesem Mann mit dem Eimer ein Gesicht und damit allen, die am Rande unserer Gesellschaft stehen und die trotzdem nicht aufgeben. Wie gut, dass der Verlagswechsel zum Nordkurier erfolgte und auch ich etwas über Richard Laube erfahren konnte.
Ich habe inzwischen alle anderen Texte gelesen, die zu den Gedenkkerzen geschrieben wurden und dadurch ein wenig über sein Leben erfahren. Schön, dass durch eure Initiative und der anderer Bürger ein Grabstein und eine Bank in Schwerin an den Mann mit dem Eimer erinnert.
Gedenkkerze
Marie
Ein so interessanter Mensch, wenn man weiterliest. Ich denke an Ihn.
Gedenkkerze
Birgitt & Peter
20. Mai : RICHARDS STERBETAG. Wir wollen heute an ihn erinnern. Wer war er.
(1) Wenn sehr viele Leute jemanden kennen, gilt er als prominent. Richard Laube war so jemand in Schwerin. Ja, er war prominent in einem besonderen Sinne. Klein, tiefgebeugt in einem Mantel aus besseren Tagen wanderte er in den Menschenströmen des Marienplatzes herum oder ruhte in einem Winkel. Manchmal hörte man ihn schreien, aber selten verstand ihn jemand. Viele sahen betroffen hin zu ihm. Deutlich auch konnte man sehen, es ging ihm nicht gut. Er war alt, wohl auch krank. Und er trug immer diesen Eimer mit sich herum. Richard Laube war ----- „Der Mann mit dem Eimer“ -------. Den ganz Schwerin gekannt.
Diesen seltsamen Namen gab man ihm wegen des Bautzener Senfeimers, den er ständig mit sich herumtrug. Darin waren mehrere Paar Socken, die er sorgfältig hütete, weil sie seine geschwollenen Beine nicht einschnürten. Ein paar übergroße Clogs, die er immer als Ersatz bereithielt, falls die schwarzen Gummi-Clogs, die er Sommer wie Winter trug, einmal nass waren. Dann war da noch ein Schlupfschal für den Hals, wenn es mal kalt würde. Ein kleines Waschzeug und eine Papierschere zum Fingernägel schneiden. Und manchmal eine Schachtel Zigaretten, aber nicht immer. Das war die ganze Habe von ihm und er achtete penibel darauf, dass ihr keiner zu nahe kam und er ließ diesen Eimer nur selten aus der Hand.
------ RICHARD LAUBE WAR OBDACHLOS -------, mehr hatte er nicht und mehr konnte er auch nicht tragen. Später war selbst der Eimer zu schwer und er hatte stattdessen nur noch einen Stoffbeutel. Sein Schicksal könnte eine Familiensaga sein, die deutsche Geschichte lebendig macht….